Eine Zeitreise ist eine Bewegung in der Zeit, welche vom gewöhnlichen Zeitablauf abweicht. Zeitreisen sind ein beliebtes Thema der Science-Fiction-Literatur. Gewisse Zeitreisen sind zwar physikalisch prinzipiell möglich, ihre praktische Durchführung übersteigt jedoch das Menschenmögliche bei weitem.

Am nächsten Morgen volltrunken des Glücks das mir mit Gloria wiederfahren war und leichtrunken aufgrund der Reste der Mengen des Weins der letzten Nacht erschienen wir zusammen im Offizin des Gasparini.
Er kündigte hohen Besuch an, eine Lady aus Cromwells Gefolge wollte ihm die Ehre erweisen und ihn besuchen.
Es erschienen zunächst ihre Lakaien mit weiss gepuderten Perücken und prachtvollen Gewändern gefolgt von der Lady und ihren Zofen. Gasparini und die Lady parlierten eine Weile wohl in Englischer Sprache derer ich nicht mächtig war.
Später durfte ich für ihn die Übersetzung eines Rezeptes in seinen Folianten niederschreiben.

What we serve for pud on a St.Georges Day:

A Fregesey of Egges.

Beat a dozen of Egs with Creame,
Sugar, Nutmeg, Mace, Rosewater,
and a Pomewater cut ouerthwart
in slices: put them into the
Frying-pan with sweet Butter,
and
the Apples first: when they be almost
enough take them up,
and cleanse your
Pan:
put in sweet Butter, and make
it hot:
put in halfe the Egges and

Creame at one time: stirre it with a
Sawcer, or such a thing. Take it out,
and put it in a Dish,
put in the rest of the Egges and Creame,
like the former,

and then put in your Apples round
about the batter. Then cast on the other
side on the top of it, and keepe it from
burning with sweet Butter.
When it
is fryed on both sides enough
wring
on the juyce of an Orenge,
and serve
it in.

You my decorate this with Orenge Chips.

Take some fresh Orenges
and pare them very thin.
Boil them in several Water
till they are tender,
and have lost theire Bitterness ;
then put them into cold Water
for twelve Hours.
Then make a Syrup for them
in the following manner:
Take about their weight of fine Suger
powder'd, and mix it
with as much Water as it will take in,
or a little more.Boil this,
And scum it well;
then drain the Orenge-Peels from the Water
they were steep' d in,
and put them in a glaz'd earthen Vessel,
and then pour the boiling hot Syrup upon them,
letting them remain so till the Day following;
then pour the Syrup from them,
and boil it afresh,
and pour it on a second time,
and repeat the same work
till your Peels are very clear,
and the Syrup very thick;
and then dry them in a Stove,
and they will be fit for use.

Finally take som fresh sleeves of Peppermint,
you'll find it in your garden.

John Murrell: A new booke of Cookerie; London Cookerie. London 1615


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Die Stufen schienen zu schwanken als ich zu meiner Kammer über der Wäscherei hinaufstieg, zu müde und zu betrunken vergass ich ein Hölzchen unten am Ofen zu entzünden um noch Licht zu machen, ich zog mich aus und legte mich in mein warmes Bett...warmes ?, ich drehte mich und merkte das da noch jemand bei mir lag, zu Tode erschrocken sprang ich aus dem Bett rutschte aus und schlug der Länge nach hin. Da das Zimmer nicht gerade lang war holte ich mir eine ordentliche Beule am Tisch unter dem Fenster, hinter mir gluckste es vor Vergnügen.
" Wer ist da ? " nach kurzem Kichern : " Komm, ich bin's die Gloria, ich hab lang auf dich warten müssen, aber Gasparini sagte mir schon, das ihr noch ins Brauhaus gegangen seid um euch mit den Kumpanen der Küche zu betrinken ."
Vor den Herden war es so heiss wie wohl nur im Fegefeuer der Hölle, die Küchenjungen schleppten Haufen von Brennholz herbei und schürten die Öfen bis die Platten rotglühend wurden, mit hochroten Gesichtern die Finger voll Brandblasen kochten wir uns in einen wahren Rausch.
Ein um die andere Pfanne wurde gefüllt, es wurde sautiert, gedünstet und abgeschmeckt, dann auf grossen Platten angerichtet, keiner von uns war je in den Krieg gezogen, doch hatte unsere Küche die Atmosphäre eines Schlachtfelds, man watete in blutigen Resten von Fleisch und verschütteten Speisen, jeder hatte bereits seine ersten Blessuren davongetragen doch die Kavallerie war noch nicht in Sicht, die der ganzen Szene ein kurzes gnädiges Ende bereitet hätt.
Mit einem Mal war alles vorbei, wir hatten unser Soll erfüllt und der Chef brüllte :"Es ist angerichtet, messieurs !"
Einige fielen sich in die Arme und beglückwünschten sich und suchten schon nach Resten vom Wein um ihre Arbeit gründlich zu begiessen während andere mitgenommen und müde wie verprügelte Hunde das Weite suchten.
Da noch viel Arbeit zu tun war bevor das Mahl begann bat mich ( ja er bat mich...!) der Küchenchef zu bleiben um zwei dutzend Lammkeulen zu braisieren. Ich spickte die Keulen mit Knoblauch und jungem Rosmarin, gab Schmalz in eine Kasserole und bräunte sie scharf an, als dann schmorte ich Gemüsereste die ich in der Küche fand an un karamelisierte mit Zucker. Den Wein der in der Küche zu finden war verschmähte ich und bat den Chef um einen guten Tropfen, er starrte mich verwundert an, doch schickte er einen Küchenjungen nach dem Weinkeller um einen jungen Barolo zu holen.
Nun liess er mich nicht mehr aus den Augen er beobachtete jeden Handgriff den ich tat
und kostete den jus den ich bereitet hatte. Er kniff beim probieren die Augen zusammen und schlürfte laut : "sacre dieu il est bon !..le mec."
Das Gefühl wieder am Feuer zu kochen hatte mir die letzten Tage gefehlt, der Lärm, das Feuer und der Rauch erinnerten mich an meine Zeit in Bottigen, auch wenn ich mit Wehmut an meine Zeit mit Johanna zurückdachte.
Der Chef hier war ganz anders als der grobschlächtige im Gasthaus, er war überall zugleich, gefolgt vom Küchenschreiber der all seine Anweisungen mitschrieb, schaute er auf allen Posten nach dem Rechten, er unterwies, gab Ratschlag und massregelte auch manchesmal die noch unerfahrenen Küchenjungen, doch er gebrauchte nie ein lautes oder unflätiges Wort, den alle geboten ihm Respekt und folgten genau seinen Weisungen.
Der Küchenchef bat Gasparini einige seiner Leute für die Küche abzustellen sobald er sie entbehren konnte.
Er fragte mich ob ich wüsste wie das Libum hergestellt würde, freiwohl kannte ich das Rezept seines Vaters und dessen Abwandlungen. So begab ich mich in die Hauptküche und gesellte mich zu den anderen Köchen die eher belustigt auf mich als "Zuckerbäcker" herabschauten.
Nach dem Rezept des Meister Eberhard begann ich zu arbeiten:

Wiltu machen ein meyschen kuchenn.
So nym auff zehen eyer vnd zuslach sie wol vnd
nym darzu peterlein vnd rurr es vndereinander
vnd nym einen morserr vnd secz auff ein kolenn
vnd thue dar ein einen löffel vol schmalcz
vnd laß es heyß werdenn vnd geuß die eyerr darein
vnd laß es kul pachen vnd thu es also gancz
auff ein schussel. Versalcz es nit.

Der Tag der letzten Vorbereitungen war gekommen, die ersten Kutschen der Gäste fuhren vor, und in den Küchen herschte ein wildes Treiben das mir, dem die vielen Menschen noch ungewohnt, ganz schwindlig wurde.
Gloria hatte sich meiner wieder angenommen und wies mir in ihrer ruhigen doch bestimmten Art meine Arbeit zu. Die Hausburschen schleppten unterdessen Unmengen von Geschirr, goldenen Lüstern und anderen Dingen aus den Magazinen zum Speisesaal.
Wir holten aus unserem Magazin die vorbereiteten Leckereien und richteten sie auf silbernen Platten zu wahren Kunstwerken an. Da waren Dattelküchlein, Krapfen Buttergebäck und Gewürzkuchen, auch meine Birnenküchlein, die eigentlich wie die güldenen Mandeln Glorias Werk waren wurden hinauf zum Saal gebracht.
Gasparinis filligranen Zuckerwerke wurden auf einem gut 10 Ellen langem Tisch zu einer Jagdszene zusammengestellt, Jäger, Pferde das Wild und sogar die Hunde der Treiber versammelten sich auf einer Lichtung umgeben von den Laubbäumen auf echtem Moos und Efeuranken.
Gasparini selbst arbeitete noch an einem mannshohen Schaustück aus dem zu Beginn des Gelages ein dutzend Tauben aufsteigen sollten.
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Yummie Yummie Geburtstagskuchen von meinem Heimatplaneten !
Ich tat mir recht schwer mit den klein Mandelen, Gasparini merkte dies bald und schickte ein Magd mir zu helfen. Mit ihren geschickten Fingern hatte sie die Arbeit bald erledigt. Sie hatte ein grobgeschnittenes Gesicht und schwarze Haare aber eine ahnsehnliche Figur, beim vergülden sprach ich mit ihr und fragte woher sie den stamme da sie so gar nicht wie eine aus dem Oberland aussah. "Oh, Gasparini hat mich aufgenommen , ich bin ein Findelkind und kenne meine Eltern nicht."
Gasparini schaute des öfteren nach uns ob wir auch sorgfältig arbeiteten, als er merkte das wir miteinander sprachen zwinkerte er mir zu : " Vergesst die Arbeit nicht beim schwatzen, Vatel du kannst hernach mit Gloria ein dutzend Birnenküchlein backen, sie wird dir zeigen was du zu tun hast."
Gloria hiess sie also ich hatte nicht den Mut gehabt sie zu fragen da sie nach ihren Rundungen zu urteilen gut ein paar Jahr älter war als ich.
Sie hiess mir die Zutaten zu holen und was wir hernach zu tun hatte :

Jtem nim biren vnd schels vnnd schneid dinne fledlen,
nim ain marck von ainem oxen, zimerrerlach, zúcker, weinberlach
vnnd lasß bachen, hast dú kain marckt, so nim búter
oder sonst ain schmaltz.

Am Tag vor dem Bankett beauftragte mich Gasparini beim Concierge ein Päckchen abzuholen. Der er schaute mich misstrauisch an un hiess mich zu warten. Er verschwand und kehrte mit dem Sekretär des Herrn des Hotels zurück.
"Du sollst das dem Gasparini geben, sei auf der Hut den so mancher kehrte ohne seinen Kopf bei mir wieder ein..."
Ich nahm das in Seidentuch gefaltete Briefchen und wunderte mich der Umstände , doch lief ich so schnell ich konnte durch die Gänge als ich konnte um dies dem Gasparini zu übergeben, als ich bei ihm ausser Atem ankam grinste er: "Der Sekretär hat dir wohl recht Angst gemacht ? Sei beruhigt sobald es um Gold geht hat er die Hosen voll aus Angst vor den herren. den so manchen Fehltritt hat er sich auch schon erlaubt, so er auch Angst um seinen Kopf habe."
Wir breiteten gemeinsam das sorgsam gefaltete Briefchen auf seinem Tische aus und zum Vorschein kam ein kleiner Kalender mit dünnen Blättchen von goldenem Schein. "Das ist Hammergold, feiner als ein Haar des Menschen und du wirst mir die Mandeln vergülden die zum Ende des Banketts unseren hochehrenhaften Gästen gereicht werden.
Mach ein klein Honig Wasser, bestreich die Mandeln damit, schüts das Gold also nas darauff, drück es mit Baumwollen zu, wo es nicht gleich ligt. Du magst Lebkuchen oder anders auch also vergülden. Sonst taug kein ander Assit zu essen speis. Mach ein Höltzin Scher, damit du das Goldt hebest, greiff es mit blosser hand nicht an, es verdirbt sonst alles.
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